Uranus verzupft sich und geht wieder Fischen. Jupiter will es ihm gleich tun, trifft aber unterwegs auf Saturn der auf Antworten besteht. Während die beiden Grundsatzdiskussionen führen, bereiten Venus und Mars sich auf ihr Rendezvous vor.
Nachdem er Widder und alle Kardinalszeichen ordentlich aufgemischt hat, verrollt sich am Samstag der grosse Neuerungsmotor Uranus zurück ins Wasser zu den Fischen – es ist noch sehr viel womit wir innerlich zurande kommen müssen bevor wir uns wirklich auf Neues einlassen können. Und da Uranus im Widder sehr, sehr anstrengend und treibend war, wird die Einkehr und ruhigere Gangart in den Fischen erstmal gut tun. Sie ist auch notwendig um eine erste innere Bestandsaufnahme zu machen, sich auseinanderzusetzen mit alten Lebensthemen und Verhaltensmustern, Hoffnungen und Enttäuschungen. Hier aufzuarbeiten ist ein langer Prozess und er beginnt jetzt. In den Nachrichten und im Persönlichen beschert uns das eine Serie von Deja-Vu Erlebenissen.
Die altbekannten Gewässer der letzten 7 Jahre sind trotz aller dort noch vorhandener Unbill vertrauter als das Neue. Wehmut und Mitgefühl schwimmen im Gemeinschaftssee, wir spüren nicht mehr nur uns selbst und die eigenen Belange, wir nehmen andere wieder wahr und wie wir mit ihnen umgehen.
Wahrnehmen und Wahrhaben sind auch die Themen der Grundsatzdiskussion zwischen Jupiter und Saturn. Die Beiden haben vor 10 Jahren, als ihr gemeinsamer Zyklus neu begann, eine Reihe Gesellschaftspolitischer und persönlicher Verwirklichungsprojekte gestartet. In der Umsetzung ihrer jeweiligen Prinzipien haben sie sich mit der Zeit voneinander entfernt, gemeinsam Beschlossenes aus den Augen verloren. Jetzt hat ihr Zyklus den Oppositionspunkt der am 16. August zum zweiten Mal exakt wird erreicht (das erste Mal war Ende Mai, das letzte Mal folgt Ende März 2011). Sie stehen sich gegenüber, betrachten ihr Werk und machen sich gegenseitig Vorhaltungen. Bestand muss aufgenommen werden: Was lief aus dem Ruder, was blieb auf Kurs? Wo sind wir um unsere Ziele zu erreichen Weit übers Ziel hinausgeschossen, wo haben wir im Umgang mit anderen Grenzen überschritten? Die Folgen stellen sich nun ein. Konnten Erwartungen und Potential gesund wachsen und sich entfalten oder haben wir wo die Kontrolle verloren? Oder manches verkümmern lassen? Konnte die eigene Vision in der Gesellschaft Platz finden, kann sie es noch und wo stösst das woran wir glauben an reale Gesetzmässigkeiten?
Ziele müssen entweder aufgegeben oder angepasst werden um weiter zu kommen. Es gilt das Gute im vermeintlich Schlechten und den Wurm im vermeintlich Guten zu erkennen.
In dieser Bestandsaufnahme haben Eigen- und Fremdverantwortung bzw die jeweils korrekte Wahrnehmung und Zuordnung dessen ein besonderes Gewicht und begleiten uns diese Woche. Sonntag und Montag werden intensive und schwierige Tage im Bestreben den Dingen auf den Grund zu gehen. Dienstag bis Donnerstag, speziell der Mittwoch, sind hitzig, Wahrheiten werden gesucht und offen ausgesprochen. Am Freitag ist wiedermal alles verquer und jeder, nur nicht wir selber, hat schuld.
Während alledem machen sich ab spätestens Dienstag, Venus und Mars fein für ihr Rendezvous am Freitag Abend. Da sie sich in der Waage treffen wird es ein manierliches, stilvolles, oldschool Date in einem feinen Lokal mit gesitteter Konversation über Kunst und Kultur. Danach werden sie noch ein paar Tage gemeinsam verbringen und diese Paarung der weiblichen und männlichen Prinzipien in einem gemässigten Zeichen wird uns bei der derzeit herrschenden Aspektwetterlage auch sehr gut tun.
Eine Liste der Aspekte ist in den Comments.
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