Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Verzeihung, aber angesichts des Horoskops der Mondfinsternis am 21. Dezember fiel mir dieser dumme Spruch ein. Es ist ein Zwillingsvollmond auf dem letzten Grad Zwilling und Schütze, im Quadrat zum alles vergrössernden Schütze Herrscher Jupiter in Konjunktion zu Uranus. Der Aufenthalt dieser beiden in den Fischen geht zu Ende. Wir wickeln seit dem Sommer ein Ende nach dem anderen ab, so vieles ist in diesem Jahr zu Ende gegangen und viel anderes endet noch um Platz (Jupiter) für Neues (Uranus) zu schaffen. Man ist fast geneigt zu sagen “diese Wurst hat ja unendlich viele Enden” und fragt sich “hört das irgendwann mal wieder auf?”. Genaugenommen handelt es sich aber bei dieser Finsternis um einen hochgehaltenen Spiegel der ein letztes Mal reflektiert was wir verloren, aber vor allem auch was wir gewonnen haben.
Der rückläufige Schütze Merkur, Herrscher des Zwillings, also sowohl Sonne wie Mondzeichen dieser Finsternis involviert, tut sein übriges dazu, dass wir darüber nachdenklich, um Ausdruck und Kommunikation bemüht ins Jahresende gehen. Auf der persönlichen Ebene werden Sie die Finsternis als signifikanten, meist innerlichen, Wandel erleben wenn Sie Sonne, Mond, Aszendent oder die MC/IC Achse auf den letzten Graden der beweglichen Zeichen Zwilling, Jungfrau, Schütze oder Fische haben.
Auf der globalen, geopolitischen Ebene erleben wird eine Kulminierung von Aufgestautem. Mag die Zwilling/Schütze Achse, gerade in Quadrat zum Fische Jupiter, noch so sehr persönlich erlebte und globale Duplizität, Bigotterie, Neid und Dummheit aufzeigen (und davon werden wir in den nächsten Wochen noch massig zu sehen bekommen), so betont sie gleichermassen das Streben nach Höherem, nach Weiterentwicklung und nach Güte. Welche Seite wird in Zukunft mehr Gewicht bekommen? Die Antwort des Zynikers ist klar, jedoch hat diese Finsternis ein Sextil/Trigon zu Neptun im Wassermann, das uns eine humanistische Vision mitgibt, eine Vision die auch der rebellische Wassermann Herrscher und Erneuerer Uranus mitnimmt auf seinen Weg in den eigensinnigen, drängenden Widder. Hoffentlich erinnert er sich daran wenn er die nächste Revolution anzettelt. Diese Finsternis gehört zu jenem Saroszyklus der im August 1776 (amerikanische Revolution) begonnen hat und trägt dessen Energiemerkmale – jene der grossen Gruppen die etwas beenden um ein neues, gemeinsames Ziel zu verfolgen – noch weiter in sich. Bedenkt man zu alledem, dass sich diese Finsternis ereignet kurz nachdem sich Merkur, Mars und Pluto alle im Steinbock getroffen haben um gehörig das Weltgeschehen und dessen “Geheimnisse” aufzumischen, Mars flott weiterwandert und Merkur das aufgetauchte Wissen mitnimmt zur Begegnung mit der Finsternis, dann kann man sich leicht ausmalen, dass das “Volk” genug hat und Machthaber in Bedrängnis kommen.
Dies nehmen wir mit auf unsere Reise in das neue Jahr in dem so vieles neu sein wird.



bilder vom roten mond der heutigen finsternis:
http://www.cbsnews.com/2300-205_162-10005939-10.html?tag=page