Wenn ein Astrologe diese Frage stellt, im Unsicheren tappt, dann ist vermutlich Neptun im Spiel. Oder die Fische, oder beides wie diese Woche im Überfluss wo Sonne, Merkur und Mars in die Fische wechseln und vor dem Wechsel Merkur und Mars eine Konjunktion mit Neptun bilden.
Nicht nur im umgangssprachlich üblichen Sinne “wie soll es nun weitergehen?” hat die Frage Relevanz. Sie wurde der Legende nach von Petrus gestellt und lautete genau: “Quo vadis, Domine?” (”Wohin gehst du, Herr?”) und dieser antwortete “Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen”. Womit wir bei den Fische Themen sind die uns verstärkt für ein paar Wochen begleiten werden.
Dabei geht es nicht nur vordergründig um Weltreligionen die jetzt auch deutlicher ins Licht rücken. Das Fische Zeichen ist das Meer, das Grosse Ganze, das am Ende alles aufnimmt ohne Wertigkeit und Ordnung. Es ist weder gut noch schlecht, es vereint alles und gibt alles her. Es vereint Schuld und Vergebung, Opfer und Märtyrer, Missbrauch und Mitgefühl, Aufgabe und Selbstaufgabe, Krankheit und Erlösung, Ausflüchte, Selbstauflösung, verlorene Grenzen, Visionen und Illusionen, Traum und Alptraum, Intuition, Phantasie und Inspiration.
Der “göttliche” Funke. Wir sind am Ende des Aufenthalts von Uranus in den Fischen, am Ende eines 84-jährigen Zyklus, stehen an der Schwelle einer neuen Ära. Uranus wechselt am 12. März in den Widder. Er saugt jetzt auf den letzten Fische Graden alles auf was die eintreffenden Planeten am Zyklusende in das Meer schütten, so wie er während der 7 Jahre seines Aufenthalts in den Fischen die codierten Erfahrungen, Eindrücke, Ängste und Hoffnungen des Kollektivs wie ein Schwamm aufgesogen hatte. Im Widder eingetroffen, werden diese Impressionen die Zündung für den jungen, energisch-radikalen Pionierfunken sein.
Quo vadis? Wir werden sehen.
Rein praktisch und alltagsbezogen (wenn man das unter so fischigem Einfluss überhaupt sagen kann) haben Zeiten in denen mehrere Planeten in den Fischen sind, vor allem wenn es wie hier die Prinzipien des Seins (Sonne), des Denkens (Merkur) und des Handelns (Mars) sind, eine aktionsarme, entrückte Qualität. Erfahrungen und Aktionen spielen sich weit mehr in inneren Bildern und Entwicklungen ab als in Äusserlichkeiten. Aktionen haben wenig Kraft, sind entweder passiv-agressiv oder sanftmütig, Handlungen, Gedanken und Kommunikation sind unstrukturiert, unscharf aber nuanciert und beinflussend wie impressionistische Bilder. Sensibilität, Empfänglichkeit und ein gewisses Chaos begleiten diese Zeit genauso wie die Tendenz zur Sucht und Flucht.
Wer in der kommenden Arbeitswoche versucht unter Druck viel zu leisten wird untergehen oder womöglich krank werden. Bei diesen Energien kann man nur adaptiv mitschwimmen und sollte nicht versuchen wie bei einem Kardinalszeichen etwas zu erzwingen. Gang zurück, Dingen vorerst ihren Lauf lassen, da sortiert sich noch viel von alleine. Wenn Sie sich schlecht oder gar verfolgt fühlen, fühlen Sie mit und Sie werden merken es geht den anderen genauso.
Am Wochenende stehen wir noch unter dem Einfluss des Vollmondes und dem Venus/Saturn Quadrat wobei Sonntagabend der Mond schon die Kardinalsspannung erzeugt die am Montag dazu führt, dass man in die Falle tappt etwas erwzingen zu wollen (oder glauben zu müssen). Eher als dass man etwas erreicht, wird dies für Leid in Beziehungen und Verbindungen sorgen. Die Sonne ist seit den frühesten Stunden des Samstags in den Fischen, am Montag folgt die exakte Konjunktion von Merkur und Mars miteinander und mit Neptun. Hier kann Streit schmerzvolle Auseinandersetzungen bringen, hingegen einfühlsame Gespräche zu Erkenntnissprüngen verhelfen. Montag spätabends wechselt Merkur in die Fische und Mars folgt Frühmorgens am Mittwoch. Zudem ist am Dienstag und Mittwoch der Mond im Skorpion, es wird also gefährlich empfindlich. Donnerstag und ins Wochende gehend, flammen Glaubensthemen aller Art auf. Am Freitag sind wir mitten drinnen im Jupiter/Pluto Quadrat, eine Spannungszone mit erheblichem, destruktiven Potential. Dies ist der dritte Durchgang des Aspekts, der erste war am 25. Juli 2010 als sich das T-Quadrat zuspitze, der zweite Anfang August. Die Themen die damals relevant waren, kommen wieder hoch, diesmal aber begleitet von stützenden Sextilen von Sonne und Merkur zu Pluto.
Meine Empfehlung für diese Woche, besser die nächsten Wochen: gehen Sie schwimmen oder ins Thermalbad, meditieren Sie oder malen oder musizieren, oder sind im Gemeinwohl tätig, meinetwegen saufen Sie, aber wenn Sie Streit anfangen geben Sie nachher niemandem anderen die Schuld.
Weiterführende Artikel:
Per Rückwärtsgang ins Wasser, Uranus und Jupiter kehren zurück in die Fische
Eine Liste der Aspekte ist in den Comments.
Diese Woche wird nicht einfach. Um genau zu sein, sie wird schwierig. Ganz genau genommen, fallen die nun kommenden Wochen bis rund um den 21sten August in die Kategorie: “das will ich ganz und gar nicht, das habe ich so nicht bestellt.” Das T-Quadrat 




